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Website & Betrieb9. Juli 2026

Website-Wartung: Was kostet deine Website nach dem Launch? (2026)

Die Website ist online, und dann? Domain, Hosting, Updates, Backups: Was laufende Kosten wirklich ausmacht und woran du erkennst, ob Wartung ihr Geld wert ist.

CT

Christian Tölsner

Webdesigner & SEO-Spezialist, Wien

Die neue Website ist online, die Rechnung bezahlt, das Projekt abgehakt. Und dann kommt drei Monate später die erste Mail: „Ihre Domain läuft ab." Kurz darauf meldet das Kontaktformular keine Anfragen mehr, und niemand weiß, seit wann.

Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal hinstellt. Sie ist Software, die im Internet läuft, und Software altert. Die gute Nachricht: Die laufenden Kosten sind überschaubar und planbar, wenn man sie kennt. Hier steht, was wirklich anfällt.

Die laufenden Kosten im Überblick

Grundsätzlich gilt: Ein Teil der Kosten ist unvermeidbar (Domain und Hosting), ein Teil ist optional, aber sinnvoll (Wartung, Backups), und ein Teil hängt davon ab, womit die Seite gebaut wurde.

KostenpunktGrobe Spanne pro JahrPflicht?Was passiert ohne
Domain (z. B. .at)15 bis 40 €JaDie Adresse ist weg, im schlimmsten Fall kauft sie jemand anderer
Hosting / Server60 bis 300 €JaDie Website ist offline
SSL-Zertifikat0 bis 80 €JaBrowser warnen Besucher vor deiner Seite
Updates & Wartung0 bis 900 €Dringend empfohlenSicherheitslücken, kaputte Funktionen, Ausfälle
Backups0 bis 120 €Dringend empfohlenNach einem Problem ist alles weg
Inhalte & Bilderje nach BedarfNeinDie Seite veraltet inhaltlich

Bei einer typischen Website für einen kleinen Betrieb oder eine Praxis landest du damit im Bereich von etwa 200 bis 800 € pro Jahr, je nachdem wie viel du selbst machst. Was die Erstellung selbst kostet, habe ich in Webdesign Wien: Was kostet eine professionelle Website? aufgeschlüsselt.

WICHTIG

Achte beim Angebot darauf, ob Domain und Hosting auf DEINEN Namen laufen. Wenn beides beim Dienstleister liegt und ihr euch trennt, wird der Umzug unnötig kompliziert. Das ist einer der häufigsten Stolpersteine, den ich in bestehenden Setups finde.

Warum WordPress-Seiten mehr Pflege brauchen

Wenn deine Website auf WordPress läuft, kommt ein Punkt dazu, den viele unterschätzen: WordPress besteht aus dem Kern, einem Theme und meist mehreren Plugins. Alle diese Teile werden regelmäßig aktualisiert, teils wegen neuer Funktionen, oft aber wegen Sicherheitslücken.

Ein Update, das nicht eingespielt wird, ist eine offene Tür. Ein Update, das ungeprüft eingespielt wird, kann das Layout zerlegen. Deshalb gehört zu ordentlicher Wartung immer beides: aktualisieren und danach kontrollieren, ob die Seite noch so aussieht und funktioniert wie vorher.

Was in einer sinnvollen Wartung steckt

„Wartung" ist ein dehnbarer Begriff. Manche Anbieter verstehen darunter nur, dass der Server läuft. Das ist zu wenig. Diese Punkte sollten drin sein:

  1. Backup vor jeder Änderung, damit es immer einen Punkt gibt, zu dem man zurück kann.
  2. Updates für Kern, Theme und Plugins, zeitnah nach Erscheinen.
  3. Sichtprüfung nach dem Update: Startseite, wichtigste Unterseiten, Kontaktformular.
  4. Ein echter Testversand über das Kontaktformular, mindestens einmal im Monat.
  5. Erreichbarkeits-Überwachung, die meldet, wenn die Seite ausfällt, statt dass es der Kunde merkt.
  6. Blick auf Sicherheit: veraltete PHP-Version, verwaiste Admin-Zugänge, auffällige Dateien.
  7. Ein kurzer Bericht, was gemacht wurde. Sonst zahlst du für etwas, das du nicht sehen kannst.

TIPP

Der Punkt mit dem Kontaktformular klingt banal, ist aber der häufigste stille Ausfall. Ein Formular kann monatelang so aussehen, als würde es funktionieren, während die Mails im Nichts landen. Wer nicht testet, merkt es erst, wenn Anfragen ausbleiben.

Selbst machen oder abgeben?

Beides ist legitim. Es kommt darauf an, wie kritisch die Website für dein Geschäft ist und wie viel Zeit du realistisch hast.

Selbst machenWartung abgeben
Direkte Kostennur Domain und Hostingzusätzlich monatliche Pauschale
Dein Zeitaufwandetwa 1 bis 2 Stunden im Monatpraktisch keiner
Risikoträgst du selbstliegt beim Dienstleister
Sinnvoll wenndie Seite eine reine Visitenkarte ist und du dich damit auskennstüber die Website Anfragen oder Termine reinkommen

Meine ehrliche Faustregel: Wenn ein Ausfall von drei Tagen dich nur ärgern würde, kannst du es selbst machen. Wenn er dich Anfragen kostet, gehört die Wartung in fremde Hände. Für eine Praxis, bei der Patienten online Termine anfragen, ist das keine Frage.

Wie ich das handhabe

Ich biete Betreuung als monatliche Pauschale an, gestaffelt nach Umfang. Enthalten sind Updates, Backups, Erreichbarkeits-Überwachung und ein fixes Kontingent für kleine Änderungen, damit du für jede Telefonnummer-Korrektur nicht extra zahlst. Nach jedem Wartungslauf bekommst du eine kurze Zusammenfassung, was gemacht wurde.

Was nicht enthalten ist, sage ich vorher: größere Umbauten, neue Unterseiten oder Kampagnen rechne ich transparent nach Aufwand ab, immer nach Rücksprache. Die aktuellen Pakete und Preise findest du in meiner Paketübersicht.

Was kostet die Wartung einer Website pro Jahr?

Rechne mit etwa 200 bis 800 € pro Jahr für eine typische Website eines kleinen Betriebs oder einer Praxis. Darin enthalten sind Domain, Hosting und SSL als Pflichtkosten sowie Updates, Backups und Überwachung. Nach oben ist die Spanne offen, wenn viele Plugins, ein Shop oder regelmäßige Inhaltspflege dazukommen.

Brauche ich überhaupt Wartung, wenn meine Website fertig ist?

Domain, Hosting und SSL brauchst du in jedem Fall, sonst ist die Seite nicht erreichbar. Wartung im engeren Sinn ist dann besonders wichtig, wenn die Seite auf einem System wie WordPress läuft, das laufend Sicherheitsupdates erhält. Eine reine statische Visitenkarte braucht weniger Pflege als eine Seite mit Formularen, Buchung oder Shop.

Was passiert, wenn ich Updates einfach nicht mache?

Zwei Dinge. Erstens bleiben bekannte Sicherheitslücken offen, und genau die werden automatisiert ausgenutzt. Zweitens driften die Bestandteile auseinander: Irgendwann ist der Abstand so groß, dass ein Update nicht mehr sauber durchläuft und aus einer Routineaufgabe ein Reparaturprojekt wird.

Kann ich die Wartung später abgeben, wenn ich es zuerst selbst probiere?

Ja. Sinnvoll ist dann eine Bestandsaufnahme am Anfang: aktueller Update-Stand, PHP-Version, vorhandene Backups, wer Zugriff hat. Danach lässt sich die Seite in einen normalen Wartungsrhythmus übernehmen. Wichtig ist nur, dass Domain und Hosting auf deinen Namen laufen.

Du bist unsicher, in welchem Zustand deine bestehende Website ist? Schreib mir kurz, ich schaue mir Update-Stand, Backups und Erreichbarkeit unverbindlich an und sage dir ehrlich, ob Handlungsbedarf besteht.

Brauchst du Unterstützung?

Ich helfe dir gerne bei der Umsetzung, vom Website-Check bis zur fertigen SEO-Strategie.